DERSIEBER.DE

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Energie-Nachrichten

Solarpark bei Sonnenaufgang

Ausgabe Nr. 2

Energie-Nachrichten

Die wichtigsten Entwicklungen für Ihr Geschäft

Mittwoch, 25. März 2026

Großprojekte & Projektentwicklung

Großprojekte & Projektentwicklung

Bundesregierung plant Ausschreibungen für 12 GW Gaskraftwerke ab Ende 2026

Die Bundesregierung plant Ausschreibungen für 12 GW neue Kraftwerksleistung, hauptsächlich Gaskraftwerke. Der Kapazitätsmarkt startet 2027, erste Ausschreibungen erfolgen frühestens Ende 2026. H2-ready-Kapazitäten dienen als Brückentechnologie, abhängig von EU- und Bundesvorgaben. Netzbetreiber erhielten 9.710 Anschlussanfragen für Batteriespeicher mit 400 GW Leistung und 661 GWh Kapazität. 3.800 Zusage erteilt für 25 GW Leistung und 46 GWh. Auf Übertragungsnetzebene genehmigt: 51 GW Batteriespeicher. KWK-Förderung wird über 2026 hinaus verlängert. Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt GEG mit Fokus auf Dekarbonisierung.

Quelle: itemsnet.de

Windenergie-Ausbau beschleunigt: Mehr Genehmigungen, Engpässe im Netzanschluss

Der Ausbau der Windenergie an Land hat in den vergangenen Jahren Fahrt aufgenommen. Zahl neu genehmigter Projekte stieg stark, besonders in industriellen Regionen mit hohem Strombedarf. Diskrepanz zwischen genehmigten Anlagen und Netzanschluss wächst. Verzug zwischen Planung, Bau und Integration ins Netz bleibt Hemmnis. Engpass liegt in Netzinfrastruktur und Systemintegration. Speicher, Lastmanagement und flexible Verbraucher sind entscheidend. Branche fordert planbaren Rahmen für Gigawatt in Projekt-Pipeline und massiven Netzausbau.

Quelle: hummel-energize.de

Vattenfall: Batterieprojekte mit 51 GW für 2026/2027 Inbetriebnahme genehmigt

Netzbetreiber genehmigten Batteriespeicher mit 51 GW auf Übertragungsnetzebene für kommende Jahre. Vattenfall plant Inbetriebnahme von Projekten in 2026 und 2027 durch Miete von Kapazitäten, um Entwicklungszeiten zu verkürzen. Rasanter Ausbau von Wind- und Solarenergie erhöht Bedarf an Speicherung. Bundesnetzagentur wertete 9.710 Anschlussanfragen mit 400 GW Leistung und 661 GWh aus. 3.800 Zusagen für 25 GW und 46 GWh erteilt. Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz erweitert auf Gasleitungen und CO2-abscheidende Anlagen.

Quelle: group.vattenfall.com

Regularien & Gesetze

Regularien & Gesetze

Änderungen für Hausbesitzer 2026: Netzentgelte sinken, strengere BEG-Förderung

Ab 2026 sinkt der Strompreis durch einen Netzentgelt-Zuschuss, während die Gasspeicherumlage entfällt und der CO₂-Preis steigt. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt ab 1. Juli 2026 in Städten über 100.000 Einwohner den Einbau von Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien vor, sowohl in Bestandsbauten als auch Neubauten. Bestehende Öl- und Gasheizungen bleiben betriebsfähig. Die BEG-Förderung für Wärmepumpen wird strenger: Nur Modelle mit Außengeräten mindestens 10 dB unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert qualifizieren für bis zu 70 Prozent Zuschuss. Bis Mai 2026 müssen einheitliche EU-Energieausweise mit Skala A bis G und Effizienzempfehlungen eingeführt werden, um die EU-Gebäuderichtlinie umzusetzen.

Quelle: ADAC

EEG 2026: Neue Einspeisevergütungen und Speicherregelungen für PV-Anlagen

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2026 legt neue Vergütungssätze für PV-Anlagen fest: Bis 10 kWp 12,5 Cent/kWh bei Volleinspeisung, 8,0 Cent/kWh bei Überschusseinspeisung; 10-40 kWp 10,8 bzw. 6,9 Cent/kWh; 40-100 kWp 10,8 bzw. 5,7 Cent/kWh. Speicher, die Netzdienstleistungen erbringen, erhalten erstmals bis zu 2 Cent/kWh extra. Die Registrierung im Marktstammdatenregister wird vereinfacht. Ab 1. Januar 2026 gibt es keine EEG-Förderung mehr in Stunden mit negativen Börsenpreisen für neu in Betrieb gegangene Anlagen. In Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein werden Bürgerbeteiligungen an § 6 EEG-Zahlungen angepasst und erstattungsfähig.

Quelle: Solar Bavaria

Geleakter EEG-Entwurf 2026: Streichung Förderung kleiner PV-Anlagen bis 25 kWp

Ein geleakter EEG-Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums vom 23. März 2026 sieht die Abschaffung der Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen bis 25 Kilowatt vor. Dies betrifft vor allem kleine Dachanlagen. Die Reform wird bis Ende 2026 umgesetzt, da die EU-Beihilfegenehmigung ausläuft. Umweltminister Carsten Schneider kündigte auf dem Handelsblatt-Energiegipfel im Januar 2026 an, dass Vorschläge für das EEG 2026 bereits im März vorliegen sollen. Für große Anlagen soll von EEG-Vergütungen auf Contracts for Difference (CfD) umgestiegen werden, um Investitionssicherheit zu schaffen. Die Novellierung zielt auf höhere Ausbauziele für PV und Wind ab.

Quelle: PV Magazine

Markt & Wirtschaft

Markt & Wirtschaft

Strompreise für Neukunden steigen auf 27,6 Cent/kWh durch Iran-Krieg

Der Strompreis für Neukunden in Deutschland liegt am 24.03.2026 bei 27,6 Cent pro Kilowattstunde. Dies markiert einen Anstieg von 2,7 Cent seit Beginn des Iran-Krieges am 28.02.2026, als der Preis noch 24,9 Cent betrug. Bestandskunden zahlen durchschnittlich 31,2 Cent/kWh. Im März 2026 beträgt der Durchschnittspreis für Neukunden 26,2 Cent/kWh, was 2,6 Cent mehr als im Februar ist. An der Strombörse EEX Day-Ahead liegt der Preis bei 103 Euro/MWh. Im Vergleich zu März 2025 sind Neukundenpreise um 5,4 Prozent gesunken. Eine Familie mit 4.000 kWh Jahresverbrauch spart 172 Euro gegenüber dem Vorjahr.

Quelle: Strom-Report

Neukunden-Strompreise bei 28 Cent/kWh am 24.03.2026

Die Strompreise für Neukunden liegen am 24.03.2026 bei rund 28 Cent pro Kilowattstunde brutto für Haushalte mit 4.000 kWh Jahresverbrauch. Dieser Wert basiert auf dem deutschlandweit gewichteten Mittel der günstigsten Tarife mit 12-monatiger Preisgarantie inklusive Boni. Netzentgelte variieren regional: Hamburg 472 Euro netto, Mecklenburg-Vorpommern 289 Euro für 4.000 kWh. Im Januar 2026 lag der Preis bei 31,64 Cent/kWh, 15 Prozent höher als 2016 mit 27,4 Cent/kWh. Der Aufschlag für besondere Netznutzung beträgt 2026 1,559 Cent/kWh.

Quelle: Verivox

Aktueller Strompreis bei 31,68 Cent/kWh Stand 17.03.2026

Der Strompreis für Neukunden mit 12-monatiger Garantie liegt am 17.03.2026 bei 31,68 Cent pro Kilowattstunde. Anfang 2026 sanken Preise um sieben Prozent durch niedrigere Netzentgelte, die in Bestandstarifen nicht immer weitergegeben werden. Ein Musterhaushalt mit 3.500 kWh zahlte im Januar 2026 37,2 Cent/kWh, insgesamt 1.302 Euro jährlich. Der Aufschlag für besondere Netznutzung bleibt bei 1,559 Cent/kWh. Die Bundesregierung reduziert 2026 Übertragungsnetzentgelte um 6,5 Milliarden Euro, was 1,3 bis 2,4 Cent/kWh Entlastung bringt.

Quelle: Finanztip

Technik & Innovation

Technik & Innovation

Innovation Benchmark Energiewirtschaft 2026: enviaM führt mit innovativen Angeboten

Die aktuelle Benchmark-Analyse der Energiewirtschaft zeigt einen verschärften Wettbewerb um Endkunden. enviaM gewinnt mit der höchsten Anzahl innovativer Angebote, gefolgt von enercity und Stadtwerke Münster. Die Studie analysierte 40 deutsche Energieversorger in den Bereichen Digitalisierung, effiziente Energienutzung, Mobilität sowie innovative Services. Besonders bemerkenswert: Dynamische Tarife und intelligente Messsysteme sind zwar gesetzlich vorgeschrieben, werden aber oft nicht aktiv vermarktet. Startups wie Tibber und Octopus Energy nutzen diese Lücke aggressiv.

Quelle: AXXCON

Künstliche Intelligenz wird zum Gamechanger in der Energiewirtschaft

Eine aktuelle PwC-Studie zeigt, dass KI 2026 vom Experiment zum produktiven Werttreiber in der Energiewirtschaft avanciert ist. 36 Prozent der Unternehmen sehen den größten Nutzen in Effizienzgewinnen durch automatisierte Prozesse, 22 Prozent in verbessertem Kundenerlebnis. Die Studie erfasst rund 60 verfügbare KI-Lösungen entlang aller Wertschöpfungsstufen. Praktische Beispiele zeigen bereits messbare Erfolge: EWE automatisiert Zählerstanderfassungen mit 99,5 Prozent Genauigkeit, Westnetz plausibilisiert 90 Prozent der Klärfälle automatisiert.

Quelle: PwC

Energiemarkt 2026: Wärmepumpen und E-Mobilität gewinnen an Dynamik

Der Energiemarktreport 2026 dokumentiert strukturelle Veränderungen im Energiesektor. Der Wettbewerb verschärft sich durch hohe Wechselboni im Vergleichsportalvertrieb. Neue Kaufprämien für E-Mobilität, gültig seit Januar 2026, setzen zusätzliche Impulse. Die öffentliche Ladeinfrastruktur wuchs seit Jahresbeginn um 15 Prozent, insbesondere durch Ultra-Schnelllader. Erfolgreich sind Unternehmen, die Energie, Technologie und Service konsequent zusammendenken. Dynamische Tarife, Smart-Meter-Rollout und die Integration von Energieerzeugung, Speicherung und Mobilität ermöglichen neue Geschäftsmodelle.

Quelle: Technologiebox

Interessant zu wissen

Blockade der Straße von Hormus treibt Energiepreise explizit in die Höhe

Die Eskalation im Iran-Konflikt hat zu einer Blockade der Straße von Hormus geführt. Wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden angegriffen. Dies entwickelt sich zu einem strukturellen Problem mit steigenden Energiepreisen, die den Inflationsdruck erhöhen und Zinssenkungen gefährden. Die Bundesregierung erwartet keine schnelle Entspannung und lehnt Marktinterventionen ab. Aktienmärkte geraten ins Wanken. Experten sehen langfristige Auswirkungen auf die globale Energieversorgung. Die Preisentwicklung bleibt ein anhaltendes Thema, da die Lage sich weiter zuspitzt. Dies unterstreicht die Vulnerabilität internationaler Energierouten.

Quelle: Finanznachrichten.de

Neue EEG-Änderungen: PV-Anlagen drosseln Einspeisung auf 50 Prozent

Die Bundesregierung plant Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Wirtschaftsministerin Katharina Reiche ersetzt die feste Einspeisevergütung dauerhaft durch Direktvermarktung, orientiert am Börsenstrompreis. Kleine Photovoltaikanlagen müssen ihre Einspeisung zur Mittagszeit auf maximal 50 Prozent drosseln. Das Bundeswirtschaftsministerium erwartet Kosteneinsparungen von mindestens 20 Prozent beim Ausbau erneuerbarer Energien. Konkrete Gesetzestexte liegen noch nicht vor. Diese Maßnahmen zielen auf effizientere Marktintegration ab und könnten den Netzausbau beeinflussen.

Quelle: Heise Online

Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich erhöhen – Neues Maßnahmenpaket

Im Bundestag wurde das Kraftstoffmaßnahmenpaket debattiert. Preiserhöhungen an Tankstellen dürfen künftig nur noch einmal am Tag erfolgen. Dies soll Verbraucher entlasten und Pendler sowie Mittelstand unterstützen. Die Verordnung wurde von Energieministerin Katharina Reiche freigezeichnet. Zusätzlich plant die Regierung Nachschärfungen des Kartellrechts gegen Preismanipulationen. Weniger Angebot treibt Preise hoch, weshalb die Taskforce weitere Maßnahmen prüft. Das Paket zielt auf bezahlbare Energiepreise und Übergang zu erneuerbaren Energien ab.

Quelle: Deutscher Bundestag

Tipp: Geopolitische Risiken und regulatorische Änderungen erfordern eine diversifizierte Energiestrategie – behalten Sie sowohl Strompreise als auch Fördermöglichkeiten im Blick.